Viele Menschen mit chronischen Schmerzen kennen das Gefühl: Man sucht nach einer eindeutigen Ursache, hofft auf ein Röntgenbild oder einen Laborwert, der endlich Klarheit bringt. Doch oft bleibt die Diagnose unbefriedigend oder erklärt nicht, warum der Schmerz anhält. Genau hier setzt das Konzept „Explain Pain“ von Lorimer Moseley und David Butler an.
Es zeigt: Verstehen, wie Schmerz entsteht,
kann selbst schon Schmerzen lindern.
Warum ist es so wichtig zu verstehen, was Schmerz ist?
Schmerz ist keine reine Warnlampe für Gewebeschäden – er ist ein hochkomplexes Schutzsystem des Gehirns. Unser Nervensystem bewertet ständig, ob eine Situation gefährlich ist oder nicht. Wenn das Gehirn zu der Einschätzung kommt, dass Gefahr droht, produziert es Schmerz – auch dann, wenn gar kein akuter Schaden vorliegt.
Studien zeigen, dass Schmerzbildung im Gehirn stattfindet und stark von Faktoren wie Stress, Angst oder vergangenen Erfahrungen beeinflusst wird. Das bedeutet: Schmerz ist real, aber er ist nicht immer ein verlässlicher Indikator für den Zustand des Gewebes.
Wie entsteht Schmerz – und was hat das mit Schmerzhemmung zu tun?
Unser Körper besitzt ein eigenes Schmerzhemmungssystem das sogenannte endogene Schmerzhemmung. Verstehen wir, wie Schmerz funktioniert, aktiviert das automatisch diese inneren Mechanismen: Das Gehirn schätzt die Lage neu ein, die Bedrohung wirkt weniger gross – und der Schmerz lässt nach.
Genau hier greift Pain Education: Wer versteht, dass Schmerz ein Schutzmechanismus ist und nicht zwingend Schaden bedeutet, erlebt häufig schon eine spürbare Entlastung.
Eine grosse Übersichtsarbeit (Louw et al., 2016) zeigt, dass Patient:innen nach Schmerzaufklärung weniger Angst haben, aktiver werden und sogar weniger medizinische Behandlungen benötigen.
Wie macht man kompliziertes Wissen verständlich?
Die Neurowissenschaft ist komplex – doch Bilder und Metaphern machen sie greifbar. Im Buch Explain Pain* wird etwa erklärt:
- Das Nervensystem ist wie eine Alarmanlage. Wird sie zu sensibel eingestellt, geht sie auch bei harmlosen Reizen los.
- Oder: Schmerz ist wie ein Rauchmelder. Er schlägt lieber einmal zu oft an, auch wenn gar kein Feuer da ist.
Solche Vergleiche helfen, dass Betroffene ihr eigenes Erleben besser einordnen können – und damit sofort weniger ausgeliefert sind.
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Warum Pain Education die Basis von painbreaker ist
Genau auf diesem Wissen baut unser Online-Kurs Basiskurs Schmerz auf. Wir übersetzen die neuesten Erkenntnisse aus der Schmerzforschung in einfach verständliche Lektionen, Übungen und Reflexionsaufgaben. So können Betroffene Schritt für Schritt lernen, ihr Nervensystem zu beruhigen, die körpereigene Schmerzhemmung zu aktivieren und wieder mehr Vertrauen in den eigenen Körper zu entwickeln.
👉 Denn: Wer Schmerz versteht, kann ihn auch
beeinflussen. Genau deshalb haben wir
unseren Kurs erstellt.

Fazit
„Explain Pain“ zeigt, dass Wissen über Schmerz selbst wie ein Schmerzmittel wirken kann. Wer versteht, dass Schmerz ein Schutzmechanismus des Gehirns ist und nicht automatisch Schaden bedeutet, aktiviert die körpereigene Schmerzhemmung. Studien belegen, dass Pain Education Ängste reduziert, Aktivität fördert und sogar Behandlungen wirksamer macht. Mit einfachen Bildern und Metaphern wird komplexe Neurowissenschaft verständlich – und genau das ist die Grundlage des Online-Kurses painbreaker: Schritt für Schritt lernen, wie man das Nervensystem beruhigen und die Kontrolle über den Schmerz zurückgewinnen kann.

Literaturverzeichnis
Lepri, B., Romani, D., Storari, L., & Barbari, V. (2023). Effectiveness of Pain Neuroscience Education in Patients with Chronic Musculoskeletal Pain and Central Sensitization: A Systematic Review. Int J Environ Res Public Health, 20(5), 4098. doi:10.3390/ijerph20054098.
Louw, A. et al.. (2015). The efficacy of pain neuroscience education on musculoskeletal pain: A systematic review of the literature. Physiotherapy Theory and Practice, 32(5), 332-355. doi:https://doi.org/10.1080/09593985.2016.1194646
Louw, A., & Riera-Gilley, V. (2024). Pain Neuroscience Education: Teaching People About Pain. Journal of Pain & Palliative Care Pharmacotherapy, 38(3),, 292-301. doi:https://doi.org/10.1080/15360288.2024.2424853
Moseley, L., & Butler, J. (2015). Fifteen Years of Explaining Pain: The Past, Present, and Future. The Journal of Pain, Vol 16, No 9, 807-813.


